Bike Sharing

Was ist Sharing Economy?

Unter Sharing Economy versteht man das Wirtschaften mit geteilten Waren und Dienstleistungen. Der Grundgedanke ist, dass man sich die Kosten für ein Produkt mit jemanden anderem oder eine Gruppe von Anderen, teilt und das Produkt oder die Dienstleistung gemeinsam nutzt. Beispiel Carsharing, die meiste Zeit steht ein Auto ungenutzt rum und nimmt einen Parkplatz ein. Es gibt Statistiken zu diesem Thema, die behaupten das über 90 % seines Gebrauchszyklus ein Auto steht.  Lösung für diese Ineffizienz ist, dass man ein Auto gemeinsam nutzt und so das Auto häufiger bewegt wird.

Neben dem Carsharing gibt es noch das Bike-Sharing, Wohn-Sharing, Food-Sharing, und das Teilen von Alltagsgegenständen. Das Internet trägt für den nachhaltigen Erfolg der Sharing Economy maßgeblich bei. Denn nur über sogenannte Sharing-Plattformen können diese Angebote effizient betrieben werden. Angebot und Nachfrage werden hier zentral gebündelt.

Wir können in der Sharing Economy zwei grundsätzliche Wirtschaftziele finden, einmal das unentgeltliche Nutzen, hier steht das Sparen und der effiziente Einsatz im Vordergrund, und das kostenpflichtige Nutzen von Waren und Dienstleistungen.

  • Beispiel, die Tafeln organisieren die kostenlose Verteilung von nicht verkauften Lebensmitteln an Bedürftige (Foodsharing).
  • Beispiel, die Kosten für einen Netflix-Account werden in einer Wohngemeinschaft geteilt und genutzt.

Der Kern der Sharing Economy ist, also nicht der Besitz, sondern der Zugang zu einer bestimmten Ressource.

Wie verdient man Geld in der Sharing Economy?

Die Sharing Economy sollte man  nicht gleichsetzen mit dem entgeltfreien Austausch von Waren und Dienstleistungen. So sind z.B. E-Scooter Angebote, nicht kostenlos für die Nutzer. Der Sharing-Aspekt bezieht sich hier auf einen Fahrzeugpool, den man sich mit anderen Teilnehmen für eine gewisse Zeit teilt. Hier bezahlen die Nutzer die Nutzungsdauer eines E-Scooters. Auf ähnlicher Art und Weise funktioniert das Carsharing und das Bike-Sharing. Das Teil-E-Scooter-Konzept stößt in vielen Kreisen nicht nur auf Zustimmung. Häufig wird hier der kurze Lebenszyklus eines E-Scooter-Akkus kritisiert und darauf verwiesen, dass die Geräte nach nur kurzer Nutzungsdauer Elektroschrott wären.  Diese Kritik könnte man jedoch an ziemlich jedem elektronischen Gerät anführen und ist nicht meiner Meinung nach nicht wirklich schlüssig. Durchaus berechtigt sehe ich die Kritik an der chaotischen Handhabung. Es gibt keinerlei einheitliche und verbindliche Regelungen für Abstellplätze und  die Verursacher von Verkehrsstörungen werden nicht konsequent zur Verantwortung gezogen.

Negativ Beispiel für die Sharing Economy

Ein Beispiel für das Wohn-Sharing ist die Plattform Airbnb. Der Ursprungsgedanke war, dass man einen Teil seines Wohnraums auch auf Zeit an fremde Personen vermietet. Mittlerweile ist dieses Konzept jedoch sehr umstritten, da dieses Konzept von findigen Unternehmen missbraucht wird und zu quasi „virtuellen Hotelbetrieben“ geführt hat. Ein Betreiber mietet oder kauft gleich mehrere  dutzende Wohnungen und vermietet diesen Wohnraum, der eigentlich für die örtliche Bevölkerung da sein sollte, an Touristen für den doppelten oder gar dreifachen Preis weiter. Die Folge ist eine drastische Wohnraumverknappung für die örtliche Bevölkerung und der einhergehende steigende Mietspiegel aufgrund der Wohnraumverknappung.

 

 

 

 

 

 

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